Erster Rückblick auf die letzten fünf Monate

Mein letzter Beitrag ist schon anderthalb Monate her. Es wird Zeit mal wieder etwas zu schreiben. Heute ist der letzte Tag im September. Der Herbst hat sich angekündigt und wir sind immer noch nicht wieder im Normalmodus. Ich blicke einerseits dankbar auf die letzten Monate zurück, andererseits habe ich dennoch Sorge für die Zukunft.

Ich bin dankbar darüber, mit welch hoher Professionaltität und positiver Energie unsere Mitarbeiter den Restart geschafft haben. Dankbar darüber, dass uns unsere Kunden immer wieder positives Feedback über unsere Hygienemaßnahmen geben, denen wir alle ausgesetzt sind.

Durch die reduzierte Anzahl an Bedienplätze, können auch nur eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern gleichzeitig arbeiten. Deshalb arbeiten wir weiterhin in zwei Schichten von Montag bis Samstag jeweils von 8:00 - 20:00 Uhr. Dadurch herrscht weniger Hektik und auch der Lautstärkepegel ist im Vergleich zu einem voll besetzten Salon deutlich geringer. Der Schichtbetrieb entspricht einer sechs Tage Woche. Trotzdem kommen wir nur auf 36 statt 38 Stunden in der Woche. Es fehlen uns jede Woche bei jedem Mitarbeiter zwei Stunden, die wir nicht kompensieren können. Trotzdem sind alle Mitarbeiter zufrieden und die Stimmung ist durchaus positiv.

Die Kundennachfrage ist groß. Die Mitarbeiter fühlen sich wohl. Warum bin ich dann nicht vollständig glücklich, sondern schreibe auch, dass ich mir Sorgen mache?


Durch die fehlenden Stunden können wir unsere Umsatziele nicht mehr erreichen. Im Mai haben wir absolute Höchstleistungen erbracht, dafür bedanke ich mich ganz besonders bei unseren Mitarbeitern. Doch im Gesamtergebnis merkt man schon, das wir zwei Stunden in der Woche weniger arbeiten können und das uns die Flexibilität fehlt, die wir vorher hatten. Jeder Monat ist eine kleine Herausforderung und bringt neue Unsicherheiten mit sich.


Ich freue mich, bin glücklich und mache mir jedoch auch Sorgen wie es im Winter weitergeht, wenn die Fallzahlen wieder steigen. Dieser Mix aus „Glas halbvoll“ und „Glas halbleer“ begleitet mich momentan durch jeden einzelnen Tag. Es ist noch nicht abzusehen, welche wirtschaftlichen Folgen in Deutschland dadurch entstehen und wie viele Menschen dadurch ihre Arbeit verlieren werden. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr wieder zur "Normalität" zurückkehren können. Bis dahin werden wir weiterhin alles dafür tun, ihren Aufenthalt so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten.


Bleiben Sie Gesund


Ihr Achim Wölwer



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